Flöz Tauentzien

Grundbedingung für die montanindustrielle Entwicklung des Saarlandes sind die geologischen Gegebenheiten, die unter der Erdoberfläche verborgen liegen.

Die Klanginstallation erinnert an ein angeschnittenes Kohleflöz und macht die gewaltigen Dimensionen geologischer Vorgänge und physikalischer Kräfte, die Voraussetzung für die Entstehung von Steinkohle sind, aber auch die enormen technischen und menschlichen Anstrengungen, die mit der Förderung verbunden sind, sichtbar und hörbar.

Die Installation besteht aus 10 unterschiedlich angeschnittenen, schwarzen Lautsprecherobjekten. Das Ausgangsmaterial für die mehrkanalige Komposition sind Aufnahmen, die ich unter Tage vom Steinkohleabbau gemacht habe. Analog zu geologischen Schichten sind die einzelnen Klänge und Geräusche verbogen, gebrochen, übereinander geschoben, verworfen, usw.

Das Flöz Tauentzien der Grube Heinitz bei Neunkirchen / Saar ist der Ort des frühesten Steinkohleabbaus in Deutschland (6. Jh. v. Chr.).


Ausstellung | Exhibition: Sonambiente 2006, Allianzgebäude am Ostbahnhof, Berlin, 2006

© Denise Ritter  |  VG Bild-Kunst